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Titan

Titan hat sich aufgrund seiner guten Verarbeitung und Korrosionsbeständigkeit als einzig weitverbreitetes Implantatmaterial durchgesetzt und gilt bereits seit Jahrzehnten als Werkstoff Nummer eins in der zahnärztlichen Implantologie.

Während zur prothetischen Versorgung durch Implantataufbauten oft Titanlegierungen mit höheren Festigkeitswerten verwendet werden, setzt man im Knochenbereich überwiegend unlegiertes Reintitan ein. Auch in unserer Praxis für Zahnheilkunde in Berlin Hohenschönhausen werden ausschließlich Implantate aus Reintitan verwendet.

Dieses solide und gleichzeitig leicht zu verarbeitende Metall verfügt über mehrere wichtige Stoffeigenschaften, die eine problemfreie Implantation gewährleisten. Zu den Vorteilen von Implantaten aus Reintitan zählen ihre besondere Belastbarkeit sowie eine hohe Stabilität, Bruchfestigkeit und Lebensdauer. Darüber hinaus garantieren sie eine gute Ästhetik und aufgrund der elektrochemischen Neutralität eine hervorragende Korrosionsbeständigkeit.

Im Gegensatz zu Keramik-Implantatenlässt sich bei Implantaten aus Titan durch verschiedene Oberflächenbehandlungen das Einwachsen in den Knochen (Osseointegration) beschleunigen. Durch Ätzverfahren oder Sandstrahlung mit zusätzlichen Titan-Partikeln kann die Oberfläche der künstlichen Zahnwurzel aufgeraut werden, wodurch sich das Implantatschneller in das Knochengewebe integriert.

 

Titan-Implantat (Camlog)

Titan-Implantat (Camlog)

Im Laufe von Jahrzehnten wurden wichtige Erfahrungswerte mit dem Werkstoff Titan gesammelt. Insbesondere seiner guten Biokompatibilität ist es zu verdanken, dass es zu keiner Immunabwehrreaktion kommt, die zu einer Abstoßung der künstlichen Zahnwurzel führen könnte.

Das Knochen- und Bindegewebe sowie die Schleimhaut verwachsen während der Einheilungsphase mit dem Titan-Implantat, indem sich die körpereigenen Zellen an die Oberfläche der künstlichen Wurzel anlagern und sie mit neu gebildetem Gewebe umschließen.

Nach abgeschlossener Einheilung ist das Titan-Implantat fest mit seiner Umgebung verbunden, sodass darauf einwirkende Kräfte und Belastungen direkt in den Knochen transportiert werden können.